es war nicht einfach, das letzte jahr....
anfang 2012 fing mutter an zu kränkeln; eigentlich schon vorher, nur hat man das nicht sonderlich beachtet. auch die ärzte nicht. ehrlich gesagt ich auch nicht, weil mutter schon immer wegen kleinigkeiten jammerte.
sie bekam in unbestimmten abständen 1-2 tage fieber und fühlte sich grippig - dann hatte sie seit wochen einen unheimlichen juckreiz und hat sich an den knie- und armkehlen total aufgekratzt.
ber beuch beim hautarzt: kortison....
das waren alles* vorzeichen ihrer krankheit, die aber keiner beachtete.
seit vaters krebstot ging mutter jährlich zur vorsorge und monatlich zur blutentnahme betr.zucker usw.
auch da wurde nie etwas festgestellt.... unser hausarzt hat extra die bluttest der letzten monate (nachdem alles so kritisch war) noch einmal duchgecheckt - keine anzeichen.
im märz hatte sie ein druckgefühl im hals und wurde zum HNO geschickt...
die lympfdrüse wäre es nicht; evt. eine verdickung der ohrspeicheldrüse. hat sie aber zur vorsicht ins KH geschickt. natürlich bekam man (trotz privatvers.) keinen sofortigen termin...
bei dieser untersuchung stellte man ebenfalls eine verdickung (beule) an der ohrspeicheldrüse fest und auch verdickte lympfknoten.
wir bekamen einen OP termin... für 2 wochen später.
danach zu anästhesie, denn dort lagen ja schon ihre ergebnisse... dachten wir!
man fand die letzten (vom 1.untersuchungstag) röntgen/ultraschallaufnahmen nicht mehr...
der nächste schock: sie bekam formulare zum ausfüllen betr.narkose - die erste seite hatten wir fertig, drehten das blatt und stellten fest, dass es schon für einen männl.patienten mit total anderem blutdruck ausgefüllt war......
??????
die reaktion der dame an der abteilung: das kann mal vorkommen; füllen wir ein neues aus.......
ne........ nicht mit uns. das sind zu viele falsch gelaufene dinge. falsches narkoseblatt und fehlende aufnahmen?
also haben wir enttäuscht den OPtermin abgesagt und uns daher den groll des chefarztes eingehandelt, denn der verlor einen privat-patienten-OPtermin !!!
mutter wurde dann innerhalb eines tages durch die mithilfe unseres hausarztes in ein anders KH eingewiesen... es war nun dringend!
der 1.chefarzt bekam noch einen unfreundlichen anruf unseres hausarztes !
im anderen KH dauerte es aber furchtbar lange bis man die richtige diagnose hatte. unzählige mal in die röhre und auch biopsietermin und blutuntersuchungen.
man war sich einig, dass es lympfdrüsenkrebs ist; aber man war sich nicht einig ob morbus-hodgkin oder non-hodgkin !!
mutters beule am hals wuchs inzwischen zusehends... gewebeflüssigkeit lagerte sich untrerhalb am kinn ab und es wurde immer kritischer. schliesslich entschloss man sich zu einer chemo. da mutter aber mal wieder fieber hate konnte man nur die halbe menge geben und das war zu wenig wie sich herausstellte.
normalerweise merkt man schon 1-2 tage später, dass der tumor zurück geht; aber nicht bei mutter.
inzwischen konnte sie kaum mehr reden - sie krächzte nur noch und hatte probleme luft zu holen.
schlucken /essen war genau so ein problem...
am 1.4. wurde sie ganz plötzlich in noch ein anderes KH gebracht um einen luftröhrenschnitt zu machen.
am 3.4. wurde sie wieder zurückgebracht:
ich war an diesem tag stundenlang im KH - vor allem auch weil ich den chefarzt sprechen wollte...
mutter war verzweifelt... wie es sich herausstellte hatte sich keiner die zeit genommen meiner mutter zu erklären was denn nun passiert war/ dass man einen luftröhrenschnitt machte und sie nicht mehr reden kann.. nachmittags war sie dann sehr unruhig - deutete an dass sie im rollstuhl nach draussen will..
hier sah ich sie zum letzten mal --------- sie hat aufgegeben.
am nächsten morgen 7h kam ein anruf vom KH... mutters herz hat es nicht mehr gepackt. sie ist tot........
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nächstes kapitel war dann die beerdigung..
danach folgte nur stress: mutters schwester lebte in berlin; war ebenfalls schwer krank (lungenkrebs) und war mitbesitzer (erbengemeinschaft) unseres hauses.
natürlich , vollkommen nachzuvollziehen, brauchte sie geld, da sie sich sonst nur schwer ein pflegeheim leisten konnte.
also haben wir (mein bruder und ich) makler beauftragt - hunderte von menschen in unserem haus zur besichtigung gehabt und schliesslich das haus verkauft.
wir haben in dieser zeit ein nettes häuschen in immobilien-scout gefunden/ besichtigt und gleich den vorvertrag gemacht.
genau vor 1 jahr !
dann kam die renovierung hier in michelbach - das ausräumen des alten hauses und natürlich der umzug meiner 2 jungs die ja auch noch mit im haus wohnten!
alleine die suche nach 2 wohnungen für die buben in raum stuttgart war heftig !!
am 14.august hatten wir umzugstermin !!
endlich.............



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